Sarah Koos beim Schreiben
SARAH KOOS · AUTORIN

Geschichten,
die bleiben.

Mich interessieren die Augenblicke, die ein Leben teilen. Das Ungesagte zwischen Menschen. Erinnerungen, die weiterwirken, obwohl niemand mehr über sie spricht.

Und Geschichten, die noch da sind, wenn man längst aufgehört hat zu lesen.

Zu den Büchern
SCHREIBEN

Mit Worten
Bilder malen.

Schreiben beginnt für mich mit einem Gedanken, der bleibt.

Manchmal ist es ein Bild, manchmal ein Satz, manchmal nur eine Ahnung. Ich folge ihr so lange, bis daraus eine Szene wird, eine Figur, eine Geschichte.

Cover Der masurische Zander
ROMAN · 2025

Der masurische
Zander.

Ein Sommertag in Polen, 1942, verändert alles. Was an diesem Tag geschieht, wirkt über drei Generationen fort.

Rivka überlebt das Massaker von Józefów, weil ein deutscher Polizist sie verschont. Jahrzehnte später ringt ihre Tochter Ava mit dem Schweigen der Mutter, dem Schatten des Vaters und dem Schicksal eines verlorenen Bruders.

Zum Roman
AUS DEM ROMAN · DER MASURISCHE ZANDER
„Manche Menschen haben kein Zuhause in der Welt, aber sie werden selbst eins für andere.“
„Die Keramiktasse in ihrer Hand war gesprungen, aber sie benutzte sie weiter, vielleicht, weil sie wusste, dass man auch mit Rissen Wärme halten konnte.“
„Er fragte sich manchmal, ob ein Leben erst beginnt, wenn man seinen Ursprung kennt, oder ob man auch ohne Wurzeln wachsen kann.“
„Seine Kindheit war für ihn kein Haus mit Zimmern. Eher ein Nebel. Ein Streiflicht. Ein schwarzer Wald, aus dem man plötzlich gefallen war – in ein anderes Leben.“
„Es war keine Liebe. Aber auch keine Lüge. Es waren nur zwei Körper, die leben wollten, obwohl in ihnen längst alles gestorben war.“
„Ein Kind, das flieht, trägt mehr Vergangenheit in sich als viele Erwachsene, die stehen bleiben.“
„Wenn wir Verlagerung sagen, stirbt niemand. Aber wenn wir Deportation sagen, hört man die Waggons.“
„Sie weinte nicht. Sie atmete nur anders – als müsse sie den Platz in sich neu verhandeln für etwas, das nicht sterben durfte.“
„Und wenn dir eines Tages jemand begegnet, der dich so sieht, wie ich dich sehen durfte – dann bleib.“
„Die Vergangenheit darf nicht stören, wenn die Zukunft geordnet werden soll.“
IN ARBEIT

Was Erinnerung
weiß.

Ein Mann verliert seine Sprache an die Demenz. Seine Tochter entdeckt, dass ausgerechnet dieser Verfall eine Tür in ein früheres, verschwiegenes Leben öffnet.

Und plötzlich stellt sich die Frage, wie weit wir gehen würden, wenn Nähe davon abhängt, eine Grenze zu überschreiten.

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